Elblotsenhaus

Das Elblotsenhaus aus der Kaiserzeit (um ca. 1895 gebaut) war über viele Jahrzehnte nicht nur ein Haus für die Elblotsen, sondern auch ein besonderes und beliebtes Urlaubsziel für Touristen (wie freilich auch für Einheimische). Das besondere war nicht nur das ungewöhnliche und schöne Gebäude an sich, sondern vor allem auch seine exponierte Lage an der Schnittstelle zwischen Elbe und Schleuseneingang. Von hier aus hat man einen hervorragenden Blick auf die Schiffe, die von Hamburg kommen oder nach Hamburg fahren sowie insbesondere auf die Schiffe, die den Nord-Ostsee-Kanal (früher Kaiser-Wilhelm-Kanal) durchqueren wollen oder von Kiel aus bereits durchschippert haben.

Leider haben die Stadtoberen aus Brunsbüttel bis heute nicht verstanden, wie wichtig dieses Areal für den Tourismus in dieser Stadt ist. 2010 wurde ein Teil des Gebäudes, ohne wirkliche Notwendigkeit, abgerissen (Fotos dazu hier) und nur noch der kleine denkmalgeschützte Teil des Hauses stehen gelassen, welcher nunmehr immer weiter herunterkommt.

Zur Zeit soll das Gebäude bei der Bundesimmobiliengesellschaft zum Verkauf stehen, aber offensichtlich sind die Stadtoberen an einem Kauf nicht interessiert und damit auch nicht daran, dieses besondere Kleinod zur neuen Blüte zu verhelfen, womit der Stadt eine wichtige Touristenattraktion verloren geht. Was verwundert, denn auf der Stadthomepage "www.schleusenmeile.de" stand mal, daß man aus dem Haus ein Bed & Breakfast Hotel für Fahrradtouristen machen wolle. Das ist wohl mittlerweile vom Tisch, denn dazu bedarf es wohl des Aufkaufes dieses Gebäudes. Große Teile der uralten Inneneinrichtung des Lotsenhauses, wurde einem maritimen Museum in Hamburg vermacht. Dort ist es aber an falscher Stelle. Also noch ein Attraktion weniger für Brunsbüttel.

Eine Stadt die keine Attraktionen zu bieten hat, wird auch von Touristen nicht besucht werden.

Diese Weisheit scheint noch nicht jeder gefunden zu haben.

Die Schleuse, die sich im Umbau befindet (mit langjähriger Bauzeit), ist im jetzigen Zustand auch nicht das allergrößte Anziehungsmagnet. Aber eine Attraktion alleine ist sowieso für eine Stadt wie Brunsbüttel zu wenig, von daher gilt es bestehende Attraktionen aufrecht zu erhalten sowie gegebenenfalls ältere Anziehungsmagnete neu zu beleben.

Aber nur die Stadtoberen verantwortlich zu machen (auch wenn sie es teils sind) ist natürlich zu kurz gegriffen. Auch der Bürger der Stadt kann seinen Beitrag leisten, daß Brunsbüttel sehens- und lebenswerter wird - und bleibt. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten sich zu engagieren. Ich habe darum eine Möglichkeit ergriffen: die der Kunst. Meine Kunst soll einen Beitrag für Vorhergesagtes leisten. Erst durch das visuelle Erlebnis der Kunst wird man verstehen können, daß es sich hier nicht um ein olles altes Haus handelt, das vollkommen uninteressant ist, dessen Verschwinden keine Bedeutung hätte und damit völlig egal wäre, sondern gegenteilig, mit Hilfe der Kunst nimmt die Bedeutung dieses Gebäudes wieder zu. Und das wird jetzt geschehen. Doch sehen Sie selbst!

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Das Elblotsenhaus heute, reichlich dezimiert zwar, aber noch immer erhaltenswert:

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